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Feng Shui Aktuell Online

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Eine der schönsten geomantischen Sagen

Eine der schönsten geomantischen Sagen

Der Kaiser Karl weilte einst in seiner Pfalz in Zürich. Nahe der Wasserkirche, einem zentralen sakralen Ort in Zürich, der wohl bereits aus keltischer Zeit stammte, stand eine Gerichtssäule mit einer Glocke. Wer immer einen Richterspruch wünschte, konnte an der Glocke schellen und ihn fordern.

Eines Tages schellte die Glocke und der Kaiser schickte seine Diener, nachzusehen, wer da einen Schiedsspruch wolle. Doch die Diener konnten niemanden entdecken. Es schellte jedoch ein zweites Mal. Wieder gingen die Diener hinaus und wieder konnten sie niemanden sehen, der einen Rechtsspruch wünschte. Als es aber ein drittes Mal schellte, ging der Kaiser Karl selbst hinaus, um nachzusehen. Da wurde er eine Schlange am Fuße der Säule gewahr. Der Kaiser fragte die Schlange, was sie wolle. „Eine Kröte", so die Schlange, „hat sich in meiner rechtmäßigen Behausung in der Wasserkirche niedergelassen und mich vertrieben. "Karl der Große hörte sich alle Einzelheiten an und setzte die Schlange daraufhin wieder an ihrem angestammten Platz ein. Als Dank dafür warf die Schlange einen kostbaren Juwel in des Kaisers Kelch.

Diesen Stein schenkte er seiner Gemahlin. Es war aber ein magischer Stein, und von diesem Augenblick an war er seiner Frau mit ganzer Seele verfallen. Er ließ sie nie mehr von seiner Seite und nahm sie auf alle seine Amtsreisen mit. Eines Tages aber erkrankte seine Frau schwer, und als sie ihr Ende nahen fühlte, bekam sie Angst, eine andere Frau könnte in den Besitz des Juwels gelangen und Karl sie vergessen. Sie nahm daher den Stein in den Mund und verschied. Doch auch nach ihrer Bestattung konnte Karl von seiner Frau nicht lassen. Er ließ sie exhumieren und führte sie in einem prunkvollen Sarg mit sich. Dies machte einen seiner Ritter argwöhnisch. Er öffnete heimlich den Sarg und fand den Stein im Munde der Frau und entfernte ihn. Karl konnte von seiner Frau lassen und sie beerdigen.

Von diesem Tage aber war der Kaiser seinem Ritter verfallen. Er wurde sein engster Vertrauter und wich dem Kaiser nicht von der Seite. Bald jedoch fing der Hofstaat an, über diese Beziehung zu munkeln. Dies war dem Ritter, der ein rechtschaffener Mann war, nicht recht und bei einem Ausritt warf er den Stein weit fort in einen Sumpf. Von diesem Tag aber konnte Kaiser Karl von diesem Ort nicht mehr lassen. Er verbrachte dort jede freie Zeit und allmählich reifte in ihm eine Idee. Er ließ den Sumpf trockenlegen und gründete auf ihm das Aachener Münster - das heilige Zentrum seines Reiches."

Mit freundlicher Genehmigung von Stefan Brönnle: Die Kraft des Ortes

Bildnachweis: Aachener Münster Stefan Brönnle

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