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Feng Shui Aktuell Online

Zeitschrift für Feng Shui, Geomantie, Radiästhesie, Energetik u.v.m.

Verbotene Früchtchen - Die Kirsche

Verbotene Früchtchen - Die Kirsche

von Marianne Rattay

Rote Kirschen esse ich gern, schwarze noch viel lieber. Junge Mädchen hab ich gern, alte hol der Diebel.

"Prunus avium", bei uns Süßkirsche genannt, sowie "Prunus cerasus", die Sauerkirsche, gehören botanisch zu der Familie der Rosengewächse.

Wenn man Ende April bis Anfang Mai durch die Wälder geht, sieht man überall zwischen den frisch ergrünten Laubbäumen die weißen Blüten der wilden Kirsche hervorleuchten.

Wer mit den richtigen Augen schaut, kann in hellen Mondnächten die Elfen in fahl schimmernden Kleidern um sie tanzen sehen. Alte Legenden erzählen aber, dass der, der ihrer Aufforderung zum Tanz folgt, am nächsten Morgen tot unter dem Baum aufgefunden wird.

Die reifen, roten Früchte symbolisieren die voll erblühte Frau oder auch die Versuchung, wie im Sprichwort "Kirschen in Nachbars Garten sind am süßesten".

Rutengänger wissen, dass die Kirsche als einer der wenigen unter den Obstbäumen als Strahlensucherin gilt. Die Urheimat der Süßkirsche ist Kleinasien und der Balkan. Aus den reifen Früchten bereitet man nicht nur Marmelade und Kompott, man brennt auch einen Branntwein, der magenstärkende Wirkung hat.

Medizinisch verwendet wird auch das Baumharz, das in Wein aufgelöst schleimlösend bei Husten wirkt. In den letzten Jahren kam ein altes Hausmittel wieder zu ehren, ein mit getrockneten Kirschkernen gefülltes Kissen. Auf einer trockenen Wärmequelle erwärmt, wird es anstelle einer Wärmflasche verwendet. Das soll so gegen manches Zipperlein helfen.

Die Sauerkirsche stammt von der asiatischen Weichselkirsche ab, und ihr Genuss soll sich positiv bei Kopfschmerzen auswirken, vielleicht auch deshalb, weil sie harntreibend wirkt.

Das Harz aller Sorten wird auch bei der Herstellung von Farbleimen verwendet, und das Holz ist beim Instrumenten- und Möbelbau sehr geschätzt.

Zuletzt noch ein Rezept aus dem Ländle des Kirschwassers:

Schwäbischer Kirschkuchen

* 4 Brötchen oder die gleiche Menge Schwarzbrot

* 2 Tassen Milch

* 60g Butter

* 4 Eier

* 4 Esslöffel Zucker oder Honig

* 1 Tasse gemahlene Mandeln

* 1 Tasse geriebene Haselnüsse

* 1 Zitrone (unbehandelt) ... Saft und Schale

* 1Teelöffel Zimt

* 1kg Kirschen (am besten eingemachte Schattenmorellen)

* 1 Schuss Kirschwasser.

... und so wird es gemacht:

- Brötchen zerpflücken und in der Milch einweichen

- Butter mit Zucker schaumig rühren, nach und nach die Eigelbe zugeben

- die Mandeln, Haselnüsse, Zitronensaft und - schale und den Zimt sowie das Kirschwasser zu den Brötchen geben und mit der Eiermasse vermischen

- die entsteinten Kirschen und den steif geschlagenen Eischnee unterheben

- in eine gefettete Springform füllen und bei 200° Hitze 45-50 Minuten backen.

Guten Appetit
Marianne Rattay

Bildquelle: lebenswirkstatt

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